Die offizielle
Sprache In Kenia ist Englisch, das heisst alle offiziellen Dokumente sind in Englisch und in allen Aemtern und eigentlich auch in den Schulen Englisch muss gesprochen werden.
In manchen Schulen wird das aber nicht so streng genommen. Offiziell wird an vier Tagen Englisch gesprochen und an einem Kisuaheli(auch Suaheli oder Swahili genannt), die Nationale Sprache, allerdings wird im Unterricht in den unteren Klassen mehr Kisuaheli gesprochen, weil die Kinder meist einfach noch kein oder nur wenig Englisch verstehen. Alle Pruefungen sind allerdings in Englisch was dazu fuehrt, dass die Kinder in den Tests haeufig nicht weil sie nichts wissen oder faul sind schlecht abschneiden, sondern einfach weil sie die Fragen aufgrund der Sprache nicht verstehen.
Unter der Bevoelkerung ist Kisuaheli am weitesten verbreitet, vor allem in den Staedten, da dort viele verschiedene Staemme auf engem Raum zusammen wohnen und Kisuaheli die 'lingua franca' ist. Die
meisten Leute sprechen auch Englisch, bevorzugen jedoch Kisuaheli,
da ihr Englisch in der Regel nicht sehr gut ist.
Jedoch ist das generelle Niveau der Englischen Sprache sehr hoch, verglichen zu beispielsweise Tansania.
In den Laendlichen Gegenden, vor allem Im Westen Kenias wird allerdings neben den Stammessprachen Englisch dem Suaheli vorgezogen, warum das so ist weiss ich allerdings nicht.
Englisch ist im allgemeinen die Sprache der gebildeten Leute und da es sich die meisten Familien nicht leisten koennen den Kindern eine universitaere Ausbildung zu finanzieren, ist Englisch vor allem in der reichen Oberschicht verbreitet.
Neben Englisch und Kisuaheli gibt es noch eine vielzahl an Stammessprachen, die in vielen Familien noch zuhause gesprochen werden, allerdings sterben vor allem in Nairobi die Sprachen der kleineren Staemme langsam aus, da sie nicht im Alltag ausser Haus verwendet werden koennen. Die Sprachen die noch am weitesten verbreitet sind, sind Kikuyu(groesster Stamm in Kenia), Luo, Luyah und Kamba...ich hoff das hab ich jetzt richtig gesagt...aber die einzige Sprache die ich im Alltag hoere und erkenne ist Kikuyu, da ich in einer Kikuyu-Familie lebe und da das auch die weistest verbreitete Stammessprache ist. Ausserdem meine ich auch Kalenjin und Luo erkennen zu koennen, da ich bekannte und freunde aus diesen Staemmen habe, allerdings bin ich mir da nicht so sicher.
Ich lerne im Moment Kisuaheli, die National Language. Die hat im uebrigen ihren Ursprung in der Kueste Kenias und ist hauptsaechlich beeinflusst durch Arabisch und die Bantusprachen. Aufgrund der regen Handelsbeziehungen mit der arabischen Welt an der Kueste Kenias hatte sich Kisuaheli meines Wissens als eine 'Lingua Franca' zwischen der Arabischen Welt und der an der Kueste lebenden Bevoelkerung entwickelt.
Ich persoehnlich komme mit der Sprache sehr gut zurecht, da die Grammatik relativ einfach ist. Das einzige Problem ist das Vokabel lernen, aber da die meisten Leute Kisuaheli bevorzugen und sich meistens freuen wenn man ihnen ein pahr Saetze in Suaheli erzaehlen kann mache ich relativ gute Fortschritte. Ausserdem haben wir viele Kinder bei uns in der Gegend und die kuemmern sich meistens nicht drum wie gut mein Suaheli ist sondern erzaehlen mir voller Freude ihre Geschichten;)
Ich versuche auch in fast jeder Gelegenheit die sich mir bietet Suaheli zu sprechen, da ich die Sprache wirklich sehr gerne lernen moechte. Ausserdem habe ich angefangen die Begruessungen in den Stammessprachen zu lernen und die Mamas die bei uns in der Schule kochen sind sehr motiviert mir Kikuyu bezubringen und so weiss ich schon zu sagen dass ich meine Haende waschen will in Kikuyu;)
Meine Gastmutter spricht mittlerweile fast ausschliesslich Suaheli mit mir und meine Zwei kleinen Gastgeschwister bevorzugen auch Suaheli, allerdings versuche ich mit ihnen auch Englisch zu reden, damit ihr Englich auch besser wird.
soviel zu Sprachen:)
Montag, 30. März 2009
Freitag, 13. März 2009
Ueberschrift...
Es ist mal wieder eine Weile her seit meinem letzten Blogeintrag, aber ich habe mich dazu entschlossen meine Ueberschrift nicht darauf zu beziehen...;)
Noch laenger ist es her, dass ich angekuendigt habe ueber die „Homevisits“, einen meiner Arbeitsbereiche zu schreiben. Hoechste Zeit also dem nachzukommen.
Die viele Schueler in meinem Projekt sind von Sponsoren unterstuetzt, zumeist aus Irland und Australien aufgrund der Verbindungen der Christian Brothers, die das Projekt leiten zu diesen Laendern. Das Ziel des Sponsorensystems im Projekt ist, den Kindern die finanzieller Hilfe am meisten benoetigen kostenlose Bildung bis zur Secondary-School zu ermoeglichen. Um herauszufinden wer der Unterstuetzung am meisten benoetigt, werden die Schueler mindestens einmal pro Jahr zu Hause besucht. Dabei wird Information gesammelt, die dann einem Kommitee vorgelegt wird, welches ueber die Vergabe der vorhandenen Sponsorships entscheidet. (Sponsorship fuer einen Primary-School Schueler belaeuft sich auf 80Euro pro Jahr, Secondary 200Euro pro Jahr)
Das Programm fuer die Hausbesuche wird von einem der Christian Brothers, Br. Ignatius geleitet, der mich in sein Programm mit integriert hat. Die Hausbesuche wurden letztes Jahr in relativ unregelmaessigen Abstaenden durchgefuehrt, meist wenn Besuchergruppen aus Irland oder Australien im Projekt waren, die dann mit auf Hausbesuche gegangen sind.
Meiner ansicht nach ist die Tatsache das Besucher des Projekts mit auf Hausbesuche gehen nicht ganz unbedenklich, schliesslich bedeutet das,dass die Familien von einer Gruppe vom ungefaehr einem Kenianer, mir, und 3 anderen Weissen besucht werden, allesamt Fremde fuer die Eltern des Kindes. Diese Fremden fragen dann sehr persoenliche Fragen, deren Erhebung fuer die Vergabe der Sponsorships noetig ist. Oftmals koennen die Familien kein Englisch sprechen, die Konversation wird also in Kisuaheli abgehalten, wodurch ein Grossteil der Besucher einfach nur rumsitzt und im Haus umherschaut. Ausserdem erweckt die Praesenz von Weissen eine viel groessere Erwartungshaltung, da die meisten Leute hier die weisse Hautfarbe mit VIEL Geld in Verbindung bringen. Das ist auch der Grund warum ich nicht ganz sicher bin ob es gut ist, dass ich auf Hausbesuche gehe, trotz annehmbaren Suaheli-Kenntnissen, allerdings denke ich dass ich persoenlich viel durch dies Besuche gelernt habe, vor allem die Schueler und die ganze Situation in dem Slum-Village besser zu verstehen.
Der Grund warum trotz alledem das „Homevisits“-Programm die Besucher integriert, ist, dass es eine sehr gute Moeglichkeit darstellt, neue Sponsoren zu gewinnen, welche der finanzielle Grundstein fuer das gesamte Projekt sind.
Seit Anfang des Jahres haben wir vier kenianische Sozialarbeitsstudenten bei uns im Projekt, die bis Ende Maerz haupsaechlich im Bereich der „Homevisits“ arbeiten. Seitdem sind die Hausbesuche in regelmaessigeren Abstaenden. Ich habe mich ein wenig aus den genannten Gruenden aus dem Programm zurueckgezogen, da nun genug Leute in diesem Arbeitsfeld vorhanden sind, ausserdem hatte ich wegen den Hausbesuchen einige Unterrichtsstunden in meinen Klassen verpasst, was nicht sonderlich tragisch ist, da wir zu zweit unterrichten, aber ich denke dass den Kinder auch eine gewisse Kontinuitaet gut tut.
Die letzte Zeit war ich relativ viel in der Drama-Group der Secondary aktiv, was sehr interessant war, da ich zuvor nie wirklich viel mit Schauspielerei zu tun hatte. Ich hab der Gruppe aber nur mit schlauen Kommentaren geholfen, bin also kein Schauspieler:D...mehr so „assistent director“;) Ich denke ich geniesse es sehr, einen Haufen neuer Sachen kennen zu lernen.
Ausserdem neu ist dass ich angefangen habe fruehmorgens um 7 Uhr (!) Mathe-Nachhilfestunden fuer Form 4(12.Klasse = Abschlussklasse) zu geben, da Mathematik wirklich eines der schwaechsten Faecher hier in Kenia oder zumindest an unserer Schule zu sein scheint und es eines der Pflichtfaecher im KCSE(Kenya Certificate of Secondary Education).
Ach ja, vielleicht sollte ich auch noch erwaehnen wie ich Weihnachten und Silvester verbracht habe. Eigentlich gibts da nicht viel zu erwaehnen, da beide Feste nicht sonderlich gross gefeiertwurden. Die Weihnachtsfeiertage war ich zu Hause und habe zusammen mit meinem Gastbruder unglaublich viele Filme angesehen. Ich glaub ich hab noch nie so viele Filme am Stueck angeschaut^^
Ins neue Jahr bin ich zusammen mit einer Gruppe Freiwilliger in der Wohnung von zwei Freiwilligen gerutscht, da ich nicht die gesamte Nacht in der Kirche verbringen wollte.
...das wars im grossen und ganzen auch schon
Ich habe vor einiger Zeit mal eine Mail ueber die Sprachen in Kenia und meinen Lernfortschritt geschrieben, die ich demnaechst(!!!);) ein bisschen umschreiben und dann als Blog posten moechte.
Ich denke ich moechte auf jeden Fall eine Sprache als Nebenfach studieren, wenn ich zurueck bin, Sprachen sind einfach sooo interessantJ
PS fuer Kleinigkeiten:
- Ich hab einen Matau-Unfall gesehen...erstaunlich eigentlich
- Meine Gastmutterr ist in einem Matatu gesessen, dass beinahe eine Boeschung heruntergefahren waere, weil die Bremsen nicht funktioniert haben
Gut dass die matatu drivers s so drauf haben...auch ohne Bremsen
- Ich bin kuerzlich in einem Matatu gesessen dass wo stecken geblieben ist, weil wir den Stau umfahren wollten abseits der strasse...dann alle mal schoen raus und schieben:)
- Ich bin jetzt ein offizieller „Resident of Kenia“, mit kenianischem Ausweis und soJ
- Halbzeit ist ja auch schon rum, huiuiui
- Haben gerade mango-season, bald ist Birnen-season.
- Ich habe meinen zweiten Sonnenbrand seit meiner Ankunft, weil ich am Samstag den ganzen Tag mit Form 2 in den Ngong Hills gewandert bin, meine Nase ist ganz schoen mitgenommen
- Irgendwie hatte ich noch mehr Kleinigkeiten die ich schreiben wollte, habe sie aber wieder vergessen...
Noch laenger ist es her, dass ich angekuendigt habe ueber die „Homevisits“, einen meiner Arbeitsbereiche zu schreiben. Hoechste Zeit also dem nachzukommen.
Die viele Schueler in meinem Projekt sind von Sponsoren unterstuetzt, zumeist aus Irland und Australien aufgrund der Verbindungen der Christian Brothers, die das Projekt leiten zu diesen Laendern. Das Ziel des Sponsorensystems im Projekt ist, den Kindern die finanzieller Hilfe am meisten benoetigen kostenlose Bildung bis zur Secondary-School zu ermoeglichen. Um herauszufinden wer der Unterstuetzung am meisten benoetigt, werden die Schueler mindestens einmal pro Jahr zu Hause besucht. Dabei wird Information gesammelt, die dann einem Kommitee vorgelegt wird, welches ueber die Vergabe der vorhandenen Sponsorships entscheidet. (Sponsorship fuer einen Primary-School Schueler belaeuft sich auf 80Euro pro Jahr, Secondary 200Euro pro Jahr)
Das Programm fuer die Hausbesuche wird von einem der Christian Brothers, Br. Ignatius geleitet, der mich in sein Programm mit integriert hat. Die Hausbesuche wurden letztes Jahr in relativ unregelmaessigen Abstaenden durchgefuehrt, meist wenn Besuchergruppen aus Irland oder Australien im Projekt waren, die dann mit auf Hausbesuche gegangen sind.
Meiner ansicht nach ist die Tatsache das Besucher des Projekts mit auf Hausbesuche gehen nicht ganz unbedenklich, schliesslich bedeutet das,dass die Familien von einer Gruppe vom ungefaehr einem Kenianer, mir, und 3 anderen Weissen besucht werden, allesamt Fremde fuer die Eltern des Kindes. Diese Fremden fragen dann sehr persoenliche Fragen, deren Erhebung fuer die Vergabe der Sponsorships noetig ist. Oftmals koennen die Familien kein Englisch sprechen, die Konversation wird also in Kisuaheli abgehalten, wodurch ein Grossteil der Besucher einfach nur rumsitzt und im Haus umherschaut. Ausserdem erweckt die Praesenz von Weissen eine viel groessere Erwartungshaltung, da die meisten Leute hier die weisse Hautfarbe mit VIEL Geld in Verbindung bringen. Das ist auch der Grund warum ich nicht ganz sicher bin ob es gut ist, dass ich auf Hausbesuche gehe, trotz annehmbaren Suaheli-Kenntnissen, allerdings denke ich dass ich persoenlich viel durch dies Besuche gelernt habe, vor allem die Schueler und die ganze Situation in dem Slum-Village besser zu verstehen.
Der Grund warum trotz alledem das „Homevisits“-Programm die Besucher integriert, ist, dass es eine sehr gute Moeglichkeit darstellt, neue Sponsoren zu gewinnen, welche der finanzielle Grundstein fuer das gesamte Projekt sind.
Seit Anfang des Jahres haben wir vier kenianische Sozialarbeitsstudenten bei uns im Projekt, die bis Ende Maerz haupsaechlich im Bereich der „Homevisits“ arbeiten. Seitdem sind die Hausbesuche in regelmaessigeren Abstaenden. Ich habe mich ein wenig aus den genannten Gruenden aus dem Programm zurueckgezogen, da nun genug Leute in diesem Arbeitsfeld vorhanden sind, ausserdem hatte ich wegen den Hausbesuchen einige Unterrichtsstunden in meinen Klassen verpasst, was nicht sonderlich tragisch ist, da wir zu zweit unterrichten, aber ich denke dass den Kinder auch eine gewisse Kontinuitaet gut tut.
Die letzte Zeit war ich relativ viel in der Drama-Group der Secondary aktiv, was sehr interessant war, da ich zuvor nie wirklich viel mit Schauspielerei zu tun hatte. Ich hab der Gruppe aber nur mit schlauen Kommentaren geholfen, bin also kein Schauspieler:D...mehr so „assistent director“;) Ich denke ich geniesse es sehr, einen Haufen neuer Sachen kennen zu lernen.
Ausserdem neu ist dass ich angefangen habe fruehmorgens um 7 Uhr (!) Mathe-Nachhilfestunden fuer Form 4(12.Klasse = Abschlussklasse) zu geben, da Mathematik wirklich eines der schwaechsten Faecher hier in Kenia oder zumindest an unserer Schule zu sein scheint und es eines der Pflichtfaecher im KCSE(Kenya Certificate of Secondary Education).
Ach ja, vielleicht sollte ich auch noch erwaehnen wie ich Weihnachten und Silvester verbracht habe. Eigentlich gibts da nicht viel zu erwaehnen, da beide Feste nicht sonderlich gross gefeiertwurden. Die Weihnachtsfeiertage war ich zu Hause und habe zusammen mit meinem Gastbruder unglaublich viele Filme angesehen. Ich glaub ich hab noch nie so viele Filme am Stueck angeschaut^^
Ins neue Jahr bin ich zusammen mit einer Gruppe Freiwilliger in der Wohnung von zwei Freiwilligen gerutscht, da ich nicht die gesamte Nacht in der Kirche verbringen wollte.
...das wars im grossen und ganzen auch schon
Ich habe vor einiger Zeit mal eine Mail ueber die Sprachen in Kenia und meinen Lernfortschritt geschrieben, die ich demnaechst(!!!);) ein bisschen umschreiben und dann als Blog posten moechte.
Ich denke ich moechte auf jeden Fall eine Sprache als Nebenfach studieren, wenn ich zurueck bin, Sprachen sind einfach sooo interessantJ
PS fuer Kleinigkeiten:
- Ich hab einen Matau-Unfall gesehen...erstaunlich eigentlich
- Meine Gastmutterr ist in einem Matatu gesessen, dass beinahe eine Boeschung heruntergefahren waere, weil die Bremsen nicht funktioniert haben
Gut dass die matatu drivers s so drauf haben...auch ohne Bremsen
- Ich bin kuerzlich in einem Matatu gesessen dass wo stecken geblieben ist, weil wir den Stau umfahren wollten abseits der strasse...dann alle mal schoen raus und schieben:)
- Ich bin jetzt ein offizieller „Resident of Kenia“, mit kenianischem Ausweis und soJ
- Halbzeit ist ja auch schon rum, huiuiui
- Haben gerade mango-season, bald ist Birnen-season.
- Ich habe meinen zweiten Sonnenbrand seit meiner Ankunft, weil ich am Samstag den ganzen Tag mit Form 2 in den Ngong Hills gewandert bin, meine Nase ist ganz schoen mitgenommen
- Irgendwie hatte ich noch mehr Kleinigkeiten die ich schreiben wollte, habe sie aber wieder vergessen...
Samstag, 27. Dezember 2008
Lang lang ist's her
Ich bin gespannt ob ich demnaechst mal einen Post schreibe dessen Ueberschrift sich nicht darauf bezieht, wann ich das letzte mal gepostet habe... :)
Im letzten Post habe ich angekuendigt ueber einen meiner Arbeitsbereiche, die 'Homevisits' zu schreiben, allerdings moechte ich das noch ein bisschen aufschieben, da im Moment keine Schule ist und ich die letzten Wochen viel umhergereist bin und das daher etwas aktueller ist. Die 'Homevisits' ja wieder aktuell werden wenn der Unterricht weitergeht.
Angefangen habe ich meine Reise mit einem Besuch in Migori, wo Michael,ein stolzer Daene und einer der Freiwilligen von ICYE wohnt und arbeitet. Migori ist eine kleine Stadt in einer sehr laendlichen Gegend nahe dem Victoria See, der Ugandischen und Tanzanischen Grenze. Michael wohnt genau genommen nicht in Migori, sondern in einem kleinen Dorf mit dem Namen Ugari. Das ist ungefaer 30 min zu Fuss von der naechsten Bushaltestelle entfernt und das ist auch die Distanz die Michael laufen muss wenn er sein Handy aufladen will, was einen ungefaehren Eindruck der Lage seines Zuhauses vermitteln sollte;)
Wir hatten eine pahr coole Tage dort und sind dann mit zwei anderen Freiwilligen nach Kisumu gefahren, einer Stadt am Viktoria See und ehemalige Metropole fuer den Handel ueber den Viktoria See.
Danach sind wir nach Nairobi, haben dort ein pahr Tage verbracht und waren unter anderem auf einer kenianischen Hochzeit, bevor wir aufgebrochen sind fuer eine 4-Tage-Safari (3 Tage Massai Mara und 1 Tag Lake Nakuru). Massai Mara ist der wahrscheinlich bekannteste Nationalpark Afrikas, vor allem wegen der 'Wildbeast Migration' die ich glaube von Juni bis August stattfindet. In dieser Zeit wandern viele Zebras und Wildbeasts zwischen Serengeti und Massai Mara Gamepark, was bedeutet dass man in dieser Zeit eine unglaubliche Menge an migrierendenTieren beobachten kann. Da wir im Dezember dort waren, haben wir das leider nicht sehen koennen, aber nichts desto trotz war es ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Der Park ist so extrem weitlaeufig und es ist einfach faszinierend die Tiere in freier Wildbahn zu erleben, manchmal sehr nahe machnmal von fern. Selbst die Landschaft alleine waere schon sehenswert genug. Dieses riesige Gebiet unberuehrter Landschaft, sieht man mal von den kleinen Schotterstrassen fuer die Safaribusse und die enorme Anzahl an Safaribussen die in dem Park rumfahren. Zugegeben manchmal war es ein bisschen komisch, in einem von 7 Safaribussen zu sitzen die eine Gruppe schlafender Loewen umringen, allerdings schien es die Loewen kein bisschen zu stoeren. Unglaublich faule Tiere uebrigens, die schlafen 18Stunden am Tag.
Ausser Loewen haben wir noch einen ganze Menge anderer Tiere gesehen. Unter anderem Elefanten, Giraffen, Antilopen, eine riesige Herde von Bueffeln, Heartbeasts, Affen(die uebrigens Michaels Banane beim Mittagessen gestohlen haben:-P), einen Gepard(was eine grosse seltenheit ist:), Hippos, etc.
Am zweiten Tag hatten wir spaetnachmittags die Moeglichkeit ein Massai Dorf zu besichtigen, was ich von Anfang an NICHT machen wollte, allerdings habe ich mich aus irgendwelchen unerfindlichen Gruenden umentschieden, was ein grosser Fehler war, denn es war genau so wie ich es erwartet hatte und warum ich eigentlich nicht gehen wollte: ein Volk das seine Kultur verkauft. Das ganze Dorf war so komerzialisiert und auf Touristen ausgerichtet. Irgendwie hat mich das ganze an einen Zoo erinnert...ich weiss dass es politisch nicht korrekt ist, das zu sagen, aber das ist wie ich mich gefuehlt habe und das hat mich sehr traurig gemacht.
Lake Nakuru war ein bisschen anders. Das ist der Park mit den unglaublich vielen pinken Flamingos. Der ganze Park ist etwas kleiner und man sieht mehr Tiere auf engerem Raum. Dort haben wir dann noch Rhinos und Pelikane gesehen und eine sehr witzige Gruppe Affen(die diesmal niemanden von uns bestohlen haben:)
Nach der Safari waren wir wieder ein pahr Tage in Nairobi und sind dann nach Lamu gereist. Lamu ist eine kleine Stadt auf einer kleinen Insel mit gleichem Namen im Norden der Kueste nahe Somalia was die Reise dorthin ein bisschen gefahrlicher macht, da es dort so unstabil ist, aber unser Bus wurde gluecklicherweise nicht ueberfallen. Lamu ist die wahrscheinlich schoenste Stadt die ich bisher besucht habe. Die Kueste Kenias stand wegen dem Seehandel sehr unter dem Einfluss der arabischen Kultur und Religion und so ist dieser Teil Kenias sehr verschieden und nicht wirklich vergleichbar mit dem Rest Kenias. Lamu ist eine unglaublich entspannte Stadt mit einem kleinen Hafen in dem vornehmlich kleine bis mittelgrosse Holzsegelbote liegen. Die tatsache dass Transport fast ausschiliesslich mit Eseln erledigt wird gibt der Stadt einen ganz besonderen Flair, nicht zuletzt wegen dem ganzen Elseldung in den Gassen;) Auf der gesamten Insel gibt es meines Wissens nur ein richtiges Auto und das gehoert dem 'Donkey Sanktuary', also der Esel Klinik:) Autos waeren ohnehin nutzlos, da die Gassen viel zu eng sind. Vor den meisten Eingaengen in Haeuser sind Steinbaenke, was den eindruck erweckt, dass die Leute dort gerne sitzen und entspannen, was sich dann auch bestaetigt, wenn man die Uferpromenade langlaeuft oder sich auf den Marktplatz begibt:) Ausserdem tragen Maenner eine Art Rock, der aus einem Tuch besteht das sie sich um die Hueften wickeln. Wir haben uns auch welche gekauft und ich sag euch, das ist vielleicht schoen luftig:)
Leider haben wir dort nicht so viel verbracht weil eine der Gruppe danach heimgeflogen ist.
Alles in allem schoene Ferien und ich bin glaube ich noch nie so viel am Stueck gereist...
Kenia ist ein sehr beeindruckendes Land:)
Im letzten Post habe ich angekuendigt ueber einen meiner Arbeitsbereiche, die 'Homevisits' zu schreiben, allerdings moechte ich das noch ein bisschen aufschieben, da im Moment keine Schule ist und ich die letzten Wochen viel umhergereist bin und das daher etwas aktueller ist. Die 'Homevisits' ja wieder aktuell werden wenn der Unterricht weitergeht.
Angefangen habe ich meine Reise mit einem Besuch in Migori, wo Michael,ein stolzer Daene und einer der Freiwilligen von ICYE wohnt und arbeitet. Migori ist eine kleine Stadt in einer sehr laendlichen Gegend nahe dem Victoria See, der Ugandischen und Tanzanischen Grenze. Michael wohnt genau genommen nicht in Migori, sondern in einem kleinen Dorf mit dem Namen Ugari. Das ist ungefaer 30 min zu Fuss von der naechsten Bushaltestelle entfernt und das ist auch die Distanz die Michael laufen muss wenn er sein Handy aufladen will, was einen ungefaehren Eindruck der Lage seines Zuhauses vermitteln sollte;)
Wir hatten eine pahr coole Tage dort und sind dann mit zwei anderen Freiwilligen nach Kisumu gefahren, einer Stadt am Viktoria See und ehemalige Metropole fuer den Handel ueber den Viktoria See.
Danach sind wir nach Nairobi, haben dort ein pahr Tage verbracht und waren unter anderem auf einer kenianischen Hochzeit, bevor wir aufgebrochen sind fuer eine 4-Tage-Safari (3 Tage Massai Mara und 1 Tag Lake Nakuru). Massai Mara ist der wahrscheinlich bekannteste Nationalpark Afrikas, vor allem wegen der 'Wildbeast Migration' die ich glaube von Juni bis August stattfindet. In dieser Zeit wandern viele Zebras und Wildbeasts zwischen Serengeti und Massai Mara Gamepark, was bedeutet dass man in dieser Zeit eine unglaubliche Menge an migrierendenTieren beobachten kann. Da wir im Dezember dort waren, haben wir das leider nicht sehen koennen, aber nichts desto trotz war es ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Der Park ist so extrem weitlaeufig und es ist einfach faszinierend die Tiere in freier Wildbahn zu erleben, manchmal sehr nahe machnmal von fern. Selbst die Landschaft alleine waere schon sehenswert genug. Dieses riesige Gebiet unberuehrter Landschaft, sieht man mal von den kleinen Schotterstrassen fuer die Safaribusse und die enorme Anzahl an Safaribussen die in dem Park rumfahren. Zugegeben manchmal war es ein bisschen komisch, in einem von 7 Safaribussen zu sitzen die eine Gruppe schlafender Loewen umringen, allerdings schien es die Loewen kein bisschen zu stoeren. Unglaublich faule Tiere uebrigens, die schlafen 18Stunden am Tag.
Ausser Loewen haben wir noch einen ganze Menge anderer Tiere gesehen. Unter anderem Elefanten, Giraffen, Antilopen, eine riesige Herde von Bueffeln, Heartbeasts, Affen(die uebrigens Michaels Banane beim Mittagessen gestohlen haben:-P), einen Gepard(was eine grosse seltenheit ist:), Hippos, etc.
Am zweiten Tag hatten wir spaetnachmittags die Moeglichkeit ein Massai Dorf zu besichtigen, was ich von Anfang an NICHT machen wollte, allerdings habe ich mich aus irgendwelchen unerfindlichen Gruenden umentschieden, was ein grosser Fehler war, denn es war genau so wie ich es erwartet hatte und warum ich eigentlich nicht gehen wollte: ein Volk das seine Kultur verkauft. Das ganze Dorf war so komerzialisiert und auf Touristen ausgerichtet. Irgendwie hat mich das ganze an einen Zoo erinnert...ich weiss dass es politisch nicht korrekt ist, das zu sagen, aber das ist wie ich mich gefuehlt habe und das hat mich sehr traurig gemacht.
Lake Nakuru war ein bisschen anders. Das ist der Park mit den unglaublich vielen pinken Flamingos. Der ganze Park ist etwas kleiner und man sieht mehr Tiere auf engerem Raum. Dort haben wir dann noch Rhinos und Pelikane gesehen und eine sehr witzige Gruppe Affen(die diesmal niemanden von uns bestohlen haben:)
Nach der Safari waren wir wieder ein pahr Tage in Nairobi und sind dann nach Lamu gereist. Lamu ist eine kleine Stadt auf einer kleinen Insel mit gleichem Namen im Norden der Kueste nahe Somalia was die Reise dorthin ein bisschen gefahrlicher macht, da es dort so unstabil ist, aber unser Bus wurde gluecklicherweise nicht ueberfallen. Lamu ist die wahrscheinlich schoenste Stadt die ich bisher besucht habe. Die Kueste Kenias stand wegen dem Seehandel sehr unter dem Einfluss der arabischen Kultur und Religion und so ist dieser Teil Kenias sehr verschieden und nicht wirklich vergleichbar mit dem Rest Kenias. Lamu ist eine unglaublich entspannte Stadt mit einem kleinen Hafen in dem vornehmlich kleine bis mittelgrosse Holzsegelbote liegen. Die tatsache dass Transport fast ausschiliesslich mit Eseln erledigt wird gibt der Stadt einen ganz besonderen Flair, nicht zuletzt wegen dem ganzen Elseldung in den Gassen;) Auf der gesamten Insel gibt es meines Wissens nur ein richtiges Auto und das gehoert dem 'Donkey Sanktuary', also der Esel Klinik:) Autos waeren ohnehin nutzlos, da die Gassen viel zu eng sind. Vor den meisten Eingaengen in Haeuser sind Steinbaenke, was den eindruck erweckt, dass die Leute dort gerne sitzen und entspannen, was sich dann auch bestaetigt, wenn man die Uferpromenade langlaeuft oder sich auf den Marktplatz begibt:) Ausserdem tragen Maenner eine Art Rock, der aus einem Tuch besteht das sie sich um die Hueften wickeln. Wir haben uns auch welche gekauft und ich sag euch, das ist vielleicht schoen luftig:)
Leider haben wir dort nicht so viel verbracht weil eine der Gruppe danach heimgeflogen ist.
Alles in allem schoene Ferien und ich bin glaube ich noch nie so viel am Stueck gereist...
Kenia ist ein sehr beeindruckendes Land:)
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Hopla, jetzt wird`s aber echt mal wieder Zeit
hui, jetzt is aber echt mal wieder Zeit fuer nen neuen Post.
Ich komm irgendwie kaum ins InternetCafe obwohl es eigentlich direkt vor meiner Tuer ist.
Naja, jetzt hab ichs ja mal geschafft.
Es ist einiges passiert seit dem letzten Blogeintrag...wer haetts gedacht, gell...
Ich hatte inzwischen eine Lebensmittelvergiftung und fuer alle die das gehoert haben: mir gehts wieder prima und eigentlich ist das auch schon wieder so lang her, dass es kaum erwaehnenswert ist;)
Ausserdem habe die Gastfamilie gewechselt.Ich wohn jetzt in Embulbul, dem Dorf in dem auch mein Projekt ist. Mein neuer Gastbruder Kevin hatte gehoert, dass ICYE eine neue Gastfamilie fuer mich sucht, die naeher am Projekt ist und hat sich gedacht dass es eigenentlich ganz cool wenn ich bei ihnen wohnen wuerde. Er ist auch gerade fertig mit der Schule und im Moment auch Freiwilliger im gleichen Projekt in dem auch ich arbeite. Ausserdem ist er fast genau so alt wie ich, was ziehmlich genial ist.
Ich wohn jetzt in einem Haus aus Wellblech, aber es ist ein recht schoenes:)
Klo und Bad sind jetzt draussen und gewaschen wird mit nem Eimer Wasser, aber das ist echt in Ordnung:)
Das tolle an meinem neuen Zuhause ist, dass ich aus er Tuer rausgehe und einen Haufen Leute treffe. Direkt vor dem Tor unseres Hofes werden jeden Morgen in einer Holzhuette frische Madazi(dreieckige Krapfen ohne Marmeladeund flacher) gemacht und direkt daneben kann man Bananen fuer 5 Euroct kaufen, was ich sehr geniesse:)
Das Dorf an sich ist eine etwas aermere Gegend. Die Hausser sind vornehmlich aus Wellblech, aber es gibt auch Steinhaeuser. Die Leute hier sind nicht so sehr an weisse gewohnt und besonders fuer Kinder bin ich eine Atraktion. Die Leute hier(vor allem aber Kinder) rufen immer "Msungu", was soviel wie "Weisser" (eigentlich "Europaeer" aber das nimmt man hier nicht so genau ist doch eh alles das gleiche;) bedeutet.
Mein Projekt besteht aus einer Primary-(Grundschule von 1.-8.Klasse) und einer Secondaryschool(nochmal 1-4, also klasse 9-12). Ausserdem ist eine Katholische Kirche, ein Pfarrhaus und ein Schwesternwohngemeinschaft teil des Projekts, das von einer katholischen Bruderschaft(Moenchen?) aus Irland gegruendet wurde. Die Primaryschool hat auch einen Bereich fuer Kinder die aufgrund ihrer Lerngeschwindigkeit besondere Aufmerksamkeit benoetigen(specialunit).
Zu Beginn habe ich viel dort mitgeholfen und Teacher Lydia, einer total netten und etwas disorganisierten aber sehr sehr guten Lehrerin,unterstuetzt, die Kinder bestmoeglich auf ihr Leben vorzubereiten. Die Gruppe besteht aus insgesamt 6 Kindern wobei ich eines noch nie gesehen habe, weil es die ganze Zeit krank ist.
Nachdem der Direktor des Projekts wollte dass ich mehr in den Bereichen Mathe und Sport eingesetzt werde, unterrichte ich jetzt zusammen mit Teacher Ben in klasse 5 und 6 Mathematik. Mathematik ist dem Direktor(ein Australier und selber Mathe-Lehrer) ein besonderes Anliegen, da das hier in Kenia angeblich ein etwas schwaecheres Fach ist.
In meinen Freistunden bin ich immer noch in der Specialunit, da mir die irgendwie auch ein Anliegen geworden ist.
So verbringe ich meine Vormittage in der Primaryschool. Nachmittags bin ich in der Secondaryschool in der ich auch Mathe Teamteache und ausserdem Sport unterrichte.
Ich haette uebrigens nie gedacht dass Unterrichten im Team so gut klappen kann. Und das, wo ich noch nicht mal ein augebildeter Lehrer bin...das hat mich echt beeinruckt. Ich habe den Eindruck, dass das richtig effektiv ist.
Auch noch erwaehnenswert ist der Ausflug nach Mombasa vorletztes Wochenende mit anderen Frewilligen und pahr Kenianern. Mombasa ist die Touristenstadt an der Kueste Kenias. Es war ganz schoen, nur ein bisschen verplant und kurz, da wir nur ein verlaengertes Wochenende hatten. Aber Reisen mit netten Leuten...des isch halt scho a Sach, gell:)
So, das ist jetzt mal ein grober Ueberblick, ich versuch mich mal in naher Zukunft nochmal zu melden, damit ich auch von einem anderen Arbeitsbereich erzaehlen kann, den "Homevisits", aber dazu hab ich leider grad keine Zeit weil das InternetCafe vor 10Minuten zugemacht hat...;)
Absaetze an adequater stelle im Text werden bei Gelegenheit nachgeliefert;)
Ich komm irgendwie kaum ins InternetCafe obwohl es eigentlich direkt vor meiner Tuer ist.
Naja, jetzt hab ichs ja mal geschafft.
Es ist einiges passiert seit dem letzten Blogeintrag...wer haetts gedacht, gell...
Ich hatte inzwischen eine Lebensmittelvergiftung und fuer alle die das gehoert haben: mir gehts wieder prima und eigentlich ist das auch schon wieder so lang her, dass es kaum erwaehnenswert ist;)
Ausserdem habe die Gastfamilie gewechselt.Ich wohn jetzt in Embulbul, dem Dorf in dem auch mein Projekt ist. Mein neuer Gastbruder Kevin hatte gehoert, dass ICYE eine neue Gastfamilie fuer mich sucht, die naeher am Projekt ist und hat sich gedacht dass es eigenentlich ganz cool wenn ich bei ihnen wohnen wuerde. Er ist auch gerade fertig mit der Schule und im Moment auch Freiwilliger im gleichen Projekt in dem auch ich arbeite. Ausserdem ist er fast genau so alt wie ich, was ziehmlich genial ist.
Ich wohn jetzt in einem Haus aus Wellblech, aber es ist ein recht schoenes:)
Klo und Bad sind jetzt draussen und gewaschen wird mit nem Eimer Wasser, aber das ist echt in Ordnung:)
Das tolle an meinem neuen Zuhause ist, dass ich aus er Tuer rausgehe und einen Haufen Leute treffe. Direkt vor dem Tor unseres Hofes werden jeden Morgen in einer Holzhuette frische Madazi(dreieckige Krapfen ohne Marmeladeund flacher) gemacht und direkt daneben kann man Bananen fuer 5 Euroct kaufen, was ich sehr geniesse:)
Das Dorf an sich ist eine etwas aermere Gegend. Die Hausser sind vornehmlich aus Wellblech, aber es gibt auch Steinhaeuser. Die Leute hier sind nicht so sehr an weisse gewohnt und besonders fuer Kinder bin ich eine Atraktion. Die Leute hier(vor allem aber Kinder) rufen immer "Msungu", was soviel wie "Weisser" (eigentlich "Europaeer" aber das nimmt man hier nicht so genau ist doch eh alles das gleiche;) bedeutet.
Mein Projekt besteht aus einer Primary-(Grundschule von 1.-8.Klasse) und einer Secondaryschool(nochmal 1-4, also klasse 9-12). Ausserdem ist eine Katholische Kirche, ein Pfarrhaus und ein Schwesternwohngemeinschaft teil des Projekts, das von einer katholischen Bruderschaft(Moenchen?) aus Irland gegruendet wurde. Die Primaryschool hat auch einen Bereich fuer Kinder die aufgrund ihrer Lerngeschwindigkeit besondere Aufmerksamkeit benoetigen(specialunit).
Zu Beginn habe ich viel dort mitgeholfen und Teacher Lydia, einer total netten und etwas disorganisierten aber sehr sehr guten Lehrerin,unterstuetzt, die Kinder bestmoeglich auf ihr Leben vorzubereiten. Die Gruppe besteht aus insgesamt 6 Kindern wobei ich eines noch nie gesehen habe, weil es die ganze Zeit krank ist.
Nachdem der Direktor des Projekts wollte dass ich mehr in den Bereichen Mathe und Sport eingesetzt werde, unterrichte ich jetzt zusammen mit Teacher Ben in klasse 5 und 6 Mathematik. Mathematik ist dem Direktor(ein Australier und selber Mathe-Lehrer) ein besonderes Anliegen, da das hier in Kenia angeblich ein etwas schwaecheres Fach ist.
In meinen Freistunden bin ich immer noch in der Specialunit, da mir die irgendwie auch ein Anliegen geworden ist.
So verbringe ich meine Vormittage in der Primaryschool. Nachmittags bin ich in der Secondaryschool in der ich auch Mathe Teamteache und ausserdem Sport unterrichte.
Ich haette uebrigens nie gedacht dass Unterrichten im Team so gut klappen kann. Und das, wo ich noch nicht mal ein augebildeter Lehrer bin...das hat mich echt beeinruckt. Ich habe den Eindruck, dass das richtig effektiv ist.
Auch noch erwaehnenswert ist der Ausflug nach Mombasa vorletztes Wochenende mit anderen Frewilligen und pahr Kenianern. Mombasa ist die Touristenstadt an der Kueste Kenias. Es war ganz schoen, nur ein bisschen verplant und kurz, da wir nur ein verlaengertes Wochenende hatten. Aber Reisen mit netten Leuten...des isch halt scho a Sach, gell:)
So, das ist jetzt mal ein grober Ueberblick, ich versuch mich mal in naher Zukunft nochmal zu melden, damit ich auch von einem anderen Arbeitsbereich erzaehlen kann, den "Homevisits", aber dazu hab ich leider grad keine Zeit weil das InternetCafe vor 10Minuten zugemacht hat...;)
Absaetze an adequater stelle im Text werden bei Gelegenheit nachgeliefert;)
Sonntag, 24. August 2008
Die ersten 2 Wochen in Kenia
Ich bin zusammen mit Amelie geflogen. Wir wurden von Thomas und einem Taxifahrer vom Flughafen abgeholt. Wir hatten damit glaub ich echt glueck, weil wir beide Thomas schon vom Orientierungsseminar kannten und somit gleich wussten zu wem wir muessen. Jordan, ein Franzose hatte es da zum beispiel viel schlechter, er stand 3 stunden am flughafen bevor er ueberhaupt abgeholt wurde...
Wir hatten jetzt erstmal 2 wochen orientation camp in dem insgesamt 9 freiwillige waren. wir hatten vormittags kisuaheli unterricht, haben dann nachmittags verschiedene einheiten zu wichtigen themen gemacht und haben mit den coworken zusammen die stadt angesehen.
Unter anderem sind wir auch mit einem Matatu, das sind ewig alte kleinbusse die als oeffentliche verkehrsmittel verwendet werden, zur botschaft gefahren. die Strassen hier sind denen in deutschland eher nicht so aehnlich.Angefangen damit dass man auf der linken seite faehrt (da ehem. englische kolonie) sind sie durchsetzt von vielen unebenheiten, da ist von kleinen loechern bis zu kleinen kratern alles dabei. die einheimischen loesen das durch schnittige auweichmanoever:) generell wird hier auch lieber gehupt als gebremst und die auto-zu-auto-abstaende sind oefter mal um die 10 cm, was das ganze besonders interessant macht. aber die Matatu fahrer sind ja Profis, die fahren ihr ganzes leben, da kann man sich schon sicher fuehlen;)
ausserdem haben manche Matatus riesige flachbildschirme und fette soundanlagen, so dass man von den unebenheiten der strasse und des verkehrs gar nicht so viel mitbekommt, weil der bass so laut ist.
Alles in allem war das Camp echt schoen und interessant, aber so wirklich in Kenia angekommen bin ich in der Zeit noch nicht, weil ich die ganze zeit mit anderen europaeischen freiwilligen zu tun hatte von denen die meisten auch noch deutsche waren^^ aber es waren alle voll nett.
Letzten freitag haben wir freiwilligen dann ein theaterstueck auf kisuaheli ueber unser camp aufgefuehrt, dass wir selbst im unterricht geschrieben hatten. Das Publikum bestand aus den gastfamilien und ICYE mitgliedern. (ICYE Kenya ist die partnerorganisation hier vor Ort)
Meine Familie hat sich kurzfristig umentschieden dass sie doch keinen freiwilligen aufnehmen will. eine unserer Programmkoordinatoren hat sie angerufen nachdem sie am freitag morgen nicht auf dem vorbereitungskurs fuer gastfamilien war und hat das da erfahren. ich habe dann gestern, am abreisetag eine uebergangsfamilie bekommen die bei Karen wohnt. das ist etwas ausserhalb und ungefaehr 30min Matatureise von meinem Projekt(in Ngong, auch ausserhalb, was ich echt toll finde:) entfernt. es ist die familie von Steve, einer meiner 2 Kontaktpersonen. Ich bleibe jetzt wahrscheinlich 2-4wochen in der familie bis sich etwas anderes ergibt. sowohl steve als auch der rest der Familie ist sehr nett. ich habe ein eigenes zimmer und es gibt sogar eine warme(!!!) dusche. die gegend ist etwas ausserhalb nairobis und eher laendlich. Die Familie eine Kuh und ein bisschen Landwirtschaft, die von ein pahr arbeitern bestellt wird.
am dienstag gehe ich das erste mal in mein projekt. die schule hat zwar nochnicht angefangen, aber ich werde ein bisschen rumgefuehrt. die schule faengt am Montag in einer woche an und damit dann wahrscheinlich auch mein richtiger Arbeitsalltag...
Ich freu mich schon voll drauf und bin mal gespannt auf das projekt.
ich haette eigentlich noch einiges zu schreiben, aber ich sitze grad in einem etwas schnelleren Internetcaffee, was bedeutet, dass es auch ein bisschen teurer ist:)
Ich hoffe euch gehts mindestens so gut wie mir,
lg stefan
Wir hatten jetzt erstmal 2 wochen orientation camp in dem insgesamt 9 freiwillige waren. wir hatten vormittags kisuaheli unterricht, haben dann nachmittags verschiedene einheiten zu wichtigen themen gemacht und haben mit den coworken zusammen die stadt angesehen.
Unter anderem sind wir auch mit einem Matatu, das sind ewig alte kleinbusse die als oeffentliche verkehrsmittel verwendet werden, zur botschaft gefahren. die Strassen hier sind denen in deutschland eher nicht so aehnlich.Angefangen damit dass man auf der linken seite faehrt (da ehem. englische kolonie) sind sie durchsetzt von vielen unebenheiten, da ist von kleinen loechern bis zu kleinen kratern alles dabei. die einheimischen loesen das durch schnittige auweichmanoever:) generell wird hier auch lieber gehupt als gebremst und die auto-zu-auto-abstaende sind oefter mal um die 10 cm, was das ganze besonders interessant macht. aber die Matatu fahrer sind ja Profis, die fahren ihr ganzes leben, da kann man sich schon sicher fuehlen;)
ausserdem haben manche Matatus riesige flachbildschirme und fette soundanlagen, so dass man von den unebenheiten der strasse und des verkehrs gar nicht so viel mitbekommt, weil der bass so laut ist.
Alles in allem war das Camp echt schoen und interessant, aber so wirklich in Kenia angekommen bin ich in der Zeit noch nicht, weil ich die ganze zeit mit anderen europaeischen freiwilligen zu tun hatte von denen die meisten auch noch deutsche waren^^ aber es waren alle voll nett.
Letzten freitag haben wir freiwilligen dann ein theaterstueck auf kisuaheli ueber unser camp aufgefuehrt, dass wir selbst im unterricht geschrieben hatten. Das Publikum bestand aus den gastfamilien und ICYE mitgliedern. (ICYE Kenya ist die partnerorganisation hier vor Ort)
Meine Familie hat sich kurzfristig umentschieden dass sie doch keinen freiwilligen aufnehmen will. eine unserer Programmkoordinatoren hat sie angerufen nachdem sie am freitag morgen nicht auf dem vorbereitungskurs fuer gastfamilien war und hat das da erfahren. ich habe dann gestern, am abreisetag eine uebergangsfamilie bekommen die bei Karen wohnt. das ist etwas ausserhalb und ungefaehr 30min Matatureise von meinem Projekt(in Ngong, auch ausserhalb, was ich echt toll finde:) entfernt. es ist die familie von Steve, einer meiner 2 Kontaktpersonen. Ich bleibe jetzt wahrscheinlich 2-4wochen in der familie bis sich etwas anderes ergibt. sowohl steve als auch der rest der Familie ist sehr nett. ich habe ein eigenes zimmer und es gibt sogar eine warme(!!!) dusche. die gegend ist etwas ausserhalb nairobis und eher laendlich. Die Familie eine Kuh und ein bisschen Landwirtschaft, die von ein pahr arbeitern bestellt wird.
am dienstag gehe ich das erste mal in mein projekt. die schule hat zwar nochnicht angefangen, aber ich werde ein bisschen rumgefuehrt. die schule faengt am Montag in einer woche an und damit dann wahrscheinlich auch mein richtiger Arbeitsalltag...
Ich freu mich schon voll drauf und bin mal gespannt auf das projekt.
ich haette eigentlich noch einiges zu schreiben, aber ich sitze grad in einem etwas schnelleren Internetcaffee, was bedeutet, dass es auch ein bisschen teurer ist:)
Ich hoffe euch gehts mindestens so gut wie mir,
lg stefan
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